Der große Kalorienvergleich: Traditionelles Rezept VS Meine Version - TEIL 2
Veröffentlicht am 07.02.2026
Hallo lieber Besucher!
Es ist mal wieder soweit! Ich mache wieder einen großen Kalorienvergleich!
Haben Sie sich schon den ersten Teil durchgelesen - mit den Mandarinenkuchen?
Ja?
Gut. Dann wissen Sie ja, worum es geht.
Ich nehme hier ein schönes Kuchen-Rezept, welches ich auf Youtube gefunden habe, mit vielen Kalorien - nicht vegan, nicht glutenfrei - und backe das dann auf meine Art nach. Soll heißen: Ich mache daraus ein veganen Kuchen, der glutenfrei und drastisch Kalorienreduziert ist!
Und dieses mal habe ich mir sogar ein RICHTIG krasses Rezept ausgesucht, mit RICHTIG VIEL Kalorien!
Und wieder einmal habe ich das Rezept von einer jungen Dame, von dem Kanal "Einfache-Rezepte"
Natürlich kann ich auch Rezepte von anderen Kanälen nehmen, aber meistens schaue ich eben bei diesem Kanal vorbei; vor allem auch deswegen, weil diese junge Frau tatsächlich alte und traditionelle Rezepte aus alten Zeiten backen tut.
Das folgende Rezept ist aus einem Backbuch von 1894. Es trägt den Namen "Genfer Torte".
Ein wirklich sehr altes Rezept!
Das "besondere" an diesen Rezept ist die gewaltige Menge an Eier, die hierfür verwendet werden. Ich weiß nicht warum, aber sie benutzten für dieses Rezept damals sage und schreibe
26 Eier!
Und DAS - zusammen mit den anderen Zutaten (bei denen auch nicht gerade gespart wird) - ergibt eine SEHR große Menge an Kalorien!
Jao, ich weiß auch nicht, wie man auf sowas kommt, aber.. nunja. :-)
Ich will aber noch nichts vorweg nehmen, sondern wir gehen es der Reihe nach durch.
Wenn Sie wollen, können Sie sich das Rezept ja mal anschauen.
Ich kopiere jetzt einfach mal die Zutatenliste aus der Videobeschreibung hier hin:
Genfer Torte - von 1894
Zutaten:
* 500 g (4 Tassen) Weizenmehl
* 500 g (2 Tassen) Butter, langsam geschmolzen und geklärt
* 500 g (2 1/2 Tassen) Zucker
* 125 g (1 1/4 Tasse) fein gemahlene Mandeln
* Abgeriebene Schale von 1 Zitrone
* 26 Eier (12 hartgekocht, 14 roh - getrennt in Eigelb und Eiweiß)
* Optional: Aprikosenmarmelade oder Zitronencreme zum Füllen
* Für die Glasur: 200 g (1 1/2 Tassen) Puderzucker, 3 EL Zitronensaft
Für den Zuckerguss:
* 150 g (1 1/4 Tasse) Puderzucker
* 3-4 EL Zitronensaft
Und nun kommt das Spannende!
Wir rechnen die Kalorien aus! :-)
Wie Sie ja sehen können werden hier nicht nur 500 g Weizenmehl verwendet, sondern auch noch die gleiche Menge an Butter und Zucker. Uff. Das ist schon ein "guter Anfang" für vieeeele Kalorieeen! :-)
Und Mandeln haben ja aufgrund ihres hohen Fettgehalts ebenfalls viele Kalorien. Es sind zwar gesunde Fette, aber es ist eben viel. Und dann kommt ja noch erschwerend hinzu, dass auch mit dem Zucker nicht gespart wird. Auch davon nehmen sie 500 g.
Ganz ehrlich: Ich verstehe es nicht. Wenn man doch wenigstens an genau dieser Stelle deutlich sparen würde, dann hätte man schon etwas Verbesserung erreicht. Denn - wie ich schon oft an vielen Stellen auf meiner Seite gesagt habe - ist es für den Körper ein "Problem", wenn man eine Nahrung isst, die sehr hoch an Fett-Kalorien ist und gleichzeitig hoch an Zucker-Kalorien. Vor allem dann, wenn es eben Zucker (also reiner Industriezucker) ist. Denn der Zucker lässt den Blutzuckerspiegel in die Höhe schnellen, worauf der Körper dann mit einer gleich vielen Menge Insulin-Produktion antwortet. Denn dieser reine Zucker muss ja sofort aus dem Blut raus; denn sonst gibt es noch ein Zuckerschock. Nur leider ist es so, dass der Körper dann in den Fett-Speicher-Modus geht - also dann, wenn Insulin im Körper herum kreist. Das Hormon Insulin sagt den Körper nämlich nicht nur, dass der Zucker abtransportiert werden soll, sondern auch das jetzt Fett gespeichert wird. Denn der Körper kann nicht beides gleichzeitig verarbeiten, bzw. beides gleich gut verarbeiten. Also speichert er weitestgehend das Fett, solange er mit den Blutzucker beschäftigt ist. Und bei großen Mengen an Zucker und weisses Weizenmehl (welches genauso wirkt wie Zucker im Körper, weil es ja auch ein isoliertes Kohlenhydrat ist), kann es eine Weile dauern bis das Fett verbrannt wird. Aber auch nur dann, wenn man später nichts mehr anders essen tut.
Sie sehen also, würde man hier den Zuckergehalt drastisch reduzieren, hätte man wenigstens etwas Verbesserung erreicht. Wobei natürlich immer noch das Weizenmehl übrig bleibt. Aber naja. Man könnte ja auch das 1050 Weizenmehl nehmen, oder sogar Vollkorn. Dann bräuchte man auch etwas weniger und hat dann genügend Ballaststoffe dabei, die den Zucker langsamer abgeben würden.
Denn Sie müssen verstehen, dass - wenn man z.B nur (gesundes) Fett isst, der Körper dies schneller verarbeiten kann und den Fettstoffwechsel und die Verbrennung ankurbelt. Gleichermaßen ist es genauso bei Kohlenhydraten. Zucker allein gegessen kann schnell verbraucht werden. Aber beides zusammen (Fett+Zucker), ergibt eine "kleine Katastrophe" im Körper, die auf Dauer zu Übergewicht und gesundheitlichen Problemen führen wird.
Aber gut, die junge Dame in dem Video wird sich ja nicht allein und jeden Tag an Kuchen satt essen. Wobei ich mich schon mal gefragt habe, wer denn eigentlich die ganzen Kuchens, die sie immer so backt, eigentlich essen tut? Klar, es kann zwar sein, das sie einige Videos schon im voraus gefilmt hat und diese dann innerhalb von ein paar Tagen auf Youtube hoch lädt, aber dennoch: Wie oft in der Woche backt sie wirklich Kuchen, und vor allem: für wen? :-)
Vielleicht backt sie ja auch für eine Konditorei, oder so. Wie auch immer. Lange Rede - kurzer Sinn. Auf geht es zur Berechnung!
Die Kalorien
* 500 g (4 Tassen) Weizenmehl
100 g Weizenmehl haben ungefähr 350 kcal. Das multiplizieren wir mit "5", und somit erhalten wir: 1750 kcal
* 500 g (2 Tassen) Butter, langsam geschmolzen und geklärt
Die üblen Fett-Kalorien. :-) Butter besteht zu ca. 15 % aus Wasser. Der Rest (85 %) sind das Fett. Also rechnen wir 15 % von 500 g (das sind 75 g) herunter.
Somit bleiben noch 425 g an Fett übrig. Und das multiplizieren wir mit 9,3. Das ergibt: 3952,5 kcal
* 500 g (2 1/2 Tassen) Zucker
1 Gramm Zucker sind 4,1 Kalorien. Das multipliziert mit 500 ergibt 2050 kcal
* 125 g (1 1/4 Tasse) fein gemahlene Mandeln
Mandeln sind zwar gesund, aber haben eben auch viele Fett-Kalorien. Je nach Hersteller variieren die Kalorienzahl, ungefähr zwischen 590 kcal und 620 kcal pro 100g. Rechnen wir einfach mal mit 600 kcal.
Sie verwendet 125 g. Also rechnen wir 1,25 mal 600 kcal. Das ergibt: 750 kcal
* Abgeriebene Schale von 1 Zitrone
Naja... das können wir mal weglassen. Da kommt nicht wirklich was nennenswertes zusammen.
* 26 Eier (12 hartgekocht, 14 roh - getrennt in Eigelb und Eiweiß)
Jetzt wird es krass. :-) Ein mittelgroßes Ei hat ca. 80 kcal. Gehen wir mal davon aus. Die meisten Leute kaufen mittelgroße Eier, bzw. das sind die, die am häufigsten angeboten werden.
Jetzt ist es allerdings so, dass sie von den hart-gekochten Eiern nur das Eigelb verwendet. Das gekochte Eiklar legt sie zur Seite. Dieses wird für den Kuchen nicht benötigt.
Ich habe mal nachgeschaut. Es ist so, dass die meisten Kalorien im Eigelb vorhanden sind. Nur ca. 14 % von den Gesamtkalorien in einem Ei sind in dem Eiklar vorhanden. Also rechnen wir bei den 12 Eiern die 14 % herunter.
Das bedeutet: 12 * 80 kcal ergibt: 960 kcal. 14 Prozent davon sind 134,4 kcal. Diese rechnen wir herunter, und es bleibt übrig: 825,6 kcal.
Von den anderen 14 Eiern können wir die ganzen Kalorien nehmen (80 kcal pro Ei). Multiplizieren wir also 14 mit 80 kcal und erhalten dann 1120 kcal. Darauf addieren wir dann die 825,6 kcal von den hart gekochten Eiern.
Das Ergebnis ist: 1945,6 kcal
* Optional: Aprikosenmarmelade oder Zitronencreme zum Füllen
Die junge Dame hat zwar nicht angegeben, wie viel sie verwendet, aber im Video bei Minute 9:50 sieht man, dass sie ca. 3/4 des Glases verwendet hat. Und man kann sogar deutlich erkennen, welche Marmelade von welchen Hersteller sie verwendet hat.
Es ist die Aprikosenmarmelade Darbo Naturrein Marillen, Konfitüre fein passiert (450 g).
100 g haben 227 kcal. Gehen wir also von der 3/4 Menge aus (337,5 g), dann ergibt das eine Kalorienzahl von 766,13 kcal.
* Für die Glasur: 200 g (1 1/2 Tassen) Puderzucker, 3 EL Zitronensaft
Für den Zuckerguss:
* 150 g (1 1/4 Tasse) Puderzucker
* 3-4 EL Zitronensaft
Das ist jetzt ein wenig irritierend. Sie hat in der Videobeschreibung zweimal die Puderzucker-Glasur stehen. Einmal mit 200 g Puderzucker und einmal mit 150 g. Im Video ist aber zu sehen, dass sie nur EINmal eine solche Glasur anfertigt und diese auf den Kuchen gibt - und zwar die Menge mit 150 g Puderzucker.
Vielleicht hat sie hier in der Videobeschreibung eben nur einen kleinen Fehler gemacht. Naja, gehen wir davon aus was sie im Video gezeigt hat, und berechnen daher nur einmal die Zuckermenge für die Glasur.
Den Zitronensaft können wir dabei ignorieren. Aber die 150 g Zucker ergeben (150 mal 4,1 kcal) genau 615 kcal.
Soo..
..und nun wird es interessant. Nun rechnen wir mal die Gesamtkalorien aus!
Dazu addiere ich eben alle Kalorienzahlen die oben stehen und unterstrichen sind.
In Worten: Elftausend-Achthundert-Neunundzwanzig-Komma-zwei-drei !
Alter Schwede! :-)
Oder besser gesagt: Alter Schweizer! Denn Genf ist eine Stadt in der Schweiz.
Wie auch immer. Jedenfalls ist das schon eine ordentliche Menge, nicht wahr?
Fast 12 Tausend Kalorien!
Der helle Wahnsinn! :-)
Wenn wir jetzt den Kuchen in 12 Stücke schneiden, dann hat EIN Stück fast 1000 Kalorien!
Aber um genau zu sein: EIN Stück hat 985,77 kcal !
Das ist schon echt übel. :-)
Weil.. wie soll man diesen Kuchen denn essen können?
Denn um fast 1000 Kalorien auf einmal essen zu können, wäre es gut, wenn Sie vorher noch nichts gegessen haben. Denn wenn Sie z.B. am Vormittag ein gutes Frühstück gehabt haben und dann am Nachmittag EIN Stück von diesen Kuchen essen wollen, dann könnte sein, dass Sie es nicht schaffen werden dieses eine Stück ganz aufzuessen. Nach höchsten 2/3 werden Sie satt sein.
Haben Sie aber den ganzen Tag noch gar nichts gegessen, dann könnten Sie es gerade so hinbekommen diese eine Stück Kuchen zu essen. Aber dann würden Sie erst einmal pappen-satt sein. Und da hier sehr viele Fett-Kalorien vorhanden sind, welche ja noch länger satt halten als Kohlenhydrate, werden Sie erst gegen späten Abend vielleicht noch eine kleine Spätmahlzeit essen können.
Denn im Durchschnitt kann ein Mensch pro Tag 1800 Kalorien zu sich nehmen um sein Grundumsatz zu erhalten. Natürlich spielt es jetzt auch wieder eine Rolle WAS man isst, aber so genau will ich darauf jetzt nicht eingehen. Dennoch aber, mit diesen einem Stück Kuchen werden Sie sich schwer tun!
Mal angenommen Sie schaffen es nur 2/3 des Stück Kuchens zu essen, dann haben Sie 657,18 Kalorien zu sich genommen. Das dürfte noch machbar sein. Vielleicht schaffen Sie ja auch 3/4. Dann wären dies 739,33 kcal. Auch das können Sie noch schaffen. Aber ab da an wird es schwierig. Es sei denn, wie gesagt, das Stück Kuchen ist die erste Mahlzeit am Tag.
Ehrlich gesagt frage ich mich, wie dieses Rezept es eigentlich geschafft hat solange Zeit zu überdauern. Ich mein, selbst wenn die Menschen damals sich noch keine großen Gedanken gemacht haben sollten über Kalorien, Fett und Kohlenhydrate (und deren Verteilung), Abnehmen und so weiter, dann müssten denen aber doch spätestens beim Essen des Kuchens aufgefallen sein, dass dieser Kuchen extrem sättigend ist!
Das ist ja eine Tatsache, die man sich nicht "wegdenken" kann, oder so. Solche Mengen an Kalorien auf dieser Art verteilt (mit viel Fett und Zucker) ist extrem mächtig! Da spielt es keine Rolle wie gesund oder nicht gesund man als Mensch ist! Wenn man soviel Kalorien auf einmal zu sich nimmt, dann wird man schnell gesättigt! Da kann man sich nicht gegen wehren. Von daher frage ich mich, warum die Menschen damals dieses Rezept so beibehalten haben und weitergegeben haben.
Ich kann mir höchstens vorstellen, dass die Menschen diesen Kuchen nur dann gemacht haben, wenn sie viel Besucher hatten, die alle gut essen wollten, oder so.
Aber so als "netter kleiner Kuchen zur Kaffeezeit" ist dieses Rezept doch viel zu mächtig und schwer zu essen!
Naja, man weiß es nicht. :-)
Wenn man allerdings im Internet nach "Genfer Torte" sucht, dann findet man viele andere Abwandlungen, die zwar auch mit Weizenmehl, Butter und Eier hergestellt werden, aber DEUTLICH weniger Kalorien haben, weil die Mengen an Zutaten deutlich weniger sind. Da werden dann nur 150 g Butter verwendet, nur 2 oder 3 Eier, weniger Zucker und so weiter. Denn man KANN dieses Rezept ja auch so machen, dass es zwar trotzdem so wird wie im Video dargestellt, aber eben mit viel weniger Zutatenmengen und deutlich weniger Kalorien. Und man kann es sogar VEGAN machen (ganz ohne Eier), glutenfrei und DRASTISCH Kalorienreduziert, ohne auch nur 1 g Butter oder vegane Butter zu verwenden. Mit anderen Worten: Ja, man kann dieses Rezept auch völlig problemlos auf MEINE Art zu backen herstellen. Trotzdem wird es vom Aussehen und von der Größe her fast genauso wie im Video gezeigt, und schmeckt trotzdem lecker und kann problemlos locker und leicht gegessen werden!
Also dann.. dann werde ich Ihnen jetzt zeigen, wie ICH diesen Kuchen backen kann!
Genfer Torte - vegan, glutenfrei und drastisch kalorienreduziert!
Hier nun meine Version der Genfer Torte. Trotz das sie vegan und glutenfrei ist - und ohne zusätzliches Fett - sieht sie trotzdem ziemlich genauso aus wie das Original von 1894, lässt sich auch genauso backen und schmeckt ebenfalls sehr gut. Ob meine Torte allerdings genauso schmeckt wie das Original kann ich natürlich nicht sagen. Obwohl, natürlich kann sie nicht genauso schmecken, weil ja andere Zutaten drin sind, aber möglicherweise ist sie ähnlich im Geschmack, jedoch aber sehr viel leichter in der Verdauung! Außerdem enthält meine Torte auch Proteine, ähnlich wie mit Eier, und hat eine lockere und weiche Konsistenz!
Achja, folgendes sollte ich vielleicht noch erwähnen: Ich habe nur eine 26er Springform. In dem Video verwendet die junge Dame aber 24er Springformen. Sie backt insgesamt 6 Böden. Das heisst, der Teig wird in 6 gleich große Mengen verteilt und dann in 6 Springformen gegeben und dann gebacken. Natürlich muss man dafür nicht unbedingt 6 Springformen haben. Wenn man auch nur 2 hat, kann man ja immer 2 Böden backen, diese dann aus den Formen nehmen und dann die nächsten beiden Teige backen, usw. Ich allerdings musste mit meiner einzigen 26er Springform dann noch etwas anders vorgehen. Zunächst einmal habe ich nur 4 Böden gebacken - eben weil meine Form größer ist. Von daher ist mein Kuchen zwar um 2 Böden kleiner, aber dafür im Durchmesser etwas größer. Somit gleicht sich das wieder ein wenig aus. Und da ich nur 1 Form habe, musste ich jeden Boden einzeln backen. Soll heissen: Ich haben den Teig in 4 gleich große Teile geteilt, dann ein Teig in der Springform getan, diesen gebacken, kurz ein wenig abkühlen lassen, den Boden herausgenommen, und dann den nächsten Teig hinein gegeben und gebacken- bis ich alle 4 Böden gebacken habe.
Wenn Sie also auch nur eine 26er Form haben, dann machen Sie es genauso nach. Haben Sie aber eine 24er Form, dann könnten Sie ja darüber nachdenken auch 6 - oder vielleicht nur 5 - Böden zu machen. Gut, aber auf die Vorgehensweise beim Backen gehe ich gleich noch einmal genauer drauf ein.
Hier erst einmal die
Zutatenliste:
80 g Kokosmehl
50 g Lupinenmehl
150 g gemahlene Hirseflocken
1/2 EL Backpulver
35 g gemahlene Mandeln
50 g Reismehl
45 g Xylit/Zucker (60:40 Mischung)
35 g Hafermehl
30 g Flohsamenschalen
1 Liter Wasser
Für die Fruchtfüllung:
100 g Aprikosenmarmelade
75 g getrocknete Aprikosen
150 ml heißes Wasser
Für den Zuckerguss:
25 g Zucker, gemahlen
25 g Xylit, gemahlen
10 ml Zitronensaft
Wie Sie sehen können, verwende ich hier wieder - wie bei fast allen Kuchenrezepte - das Kokosmehl. Dieses mal benötigen wir aber 80 g. Dadurch kann der Teig ernorm aufquellen - deutlich mehr als wenn wir "nur" 50 g verwenden. Das schafft hauptsächlich die lockere Konsistenz, und bringt Volumen hinein ohne zusätzliche Kalorien zu verwenden!
Dann kommt das gute proteinreiche Lupinenmehl dazu. Dadurch bringen wir nämlich die "Eierkuchen-Ähnlichkeit" mit hinein.
Denn was genau ist denn Lupinenmehl?
Hier mal einige
-- Informationen zu Lupinenmehl --
Lupinenmehl wird- wer hätte das gedacht - aus den Samen der Lupinenpflanze hergestellt. Die Samen von wilden Lupinen und Gartenlupinen enthalten eine Art von Bitterstoffen, die für uns Menschen eigentlich giftige sind. Daher wurde für die Lebensmittelherstellung eine Lupinenart so gezüchtet, dass sie diese Bitterstoffe kaum noch enthalten und sich für den menschlichen Verzehr eignen. Diese Sorten heißen in Abgrenzung zu ihren wilden Verwandten auch Süßlupinen. Um Süßlupinenmehl herzustellen, greifen Produzenten oft auf die Samen der weißen Süßlupine zurück. Manchmal kommen aber auch die Gelbe Lupine oder die Blaue Süßlupine zum Einsatz.
Für die Herstellung von Mehl aus den Samen, wird den Samen erst das Wasser entzogen. Dazu werden sie zunächst gepresst. Die dabei entstandenen Flocken werden anschließend wieder gewässert. So löst sich das Eiweiß aus der Faserstruktur der Samen heraus. Die Eiweißmasse wird dann erhitzt, wodurch das Wasser verdampft. Zurück bleibt das Lupinenmehl.
Lupinen enthalten - laut dem Verband für Unabhängige Gesundheitsberatung (UGB) - zwischen 36 und 48 Prozent Eiweiß. Damit sind sie ein wichtiger pflanzlicher Proteinlieferant, insbesondere in der veganen Ernährung. Das Eiweiß der Lupinensamen enthält alle acht essentiellen Aminosäuren, inklusive Lysin. In anderen pflanzlichen Proteinquellen wie Getreide kommt Lysin nur selten und in geringen Mengen vor.
Der UGB weist auch darauf hin, dass Lupinensamen im Gegensatz zu anderen Hülsenfrüchten basisches Protein liefern, das nur wenig Purine enthält. Purine sind ein natürlicher Bestandteil vieler Lebensmittel. Der Körper wandelt sie in Harnsäure um. Wer erhöhte Harnsäurewerte hat und darauf achten muss, wenig purinhaltige Lebensmittel zu konsumieren, kann also Lupinenmehl zu sich nehmen. Erhöhte Harnsäurewerte treten zum Beispiel bei Gicht auf.
Lupinenmehl ist darüber hinaus eine gute Quelle für bestimmte Mineralstoffe und Spurenelemente. Laut dem UGB sind vor allem Kalium, Calcium, Magnesium, und Eisen in Lupinensamen enthalten. Das Mehl ist auch beinhaltet viele Ballaststoffe und sättigt dadurch schnell und langanhaltend.
Lupinen enthalten etwa vier bis sieben Prozent Fett - das ist weniger als bei der Sojabohne. Es ist großenteils in Form von einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren vorhanden. Beide Arten sind wertvoll für den Körper:
Da die Lupinensamen gleichzeitig reichlich Carotinoide und Vitamin E liefern, sind diese Fettsäuren gut vor Oxidation geschützt. Außerdem sind reichlich sekundäre Pflanzenstoffe vorhanden, beispielsweise die beiden Isoflavonoide Genistein und Daidzein, denen Wissenschaftler krebshemmende, antioxidative und antimikrobielle Wirkungen zuschreiben.
Im Vergleich zu anderen Hülsenfrüchten sind Lupinen besser verträglich, da sie weniger blähende Substanzen enthalten. Ein weiterer Vorteil ist, insbesondere für Allergiker, dass sie ein geringeres allergenes Potenzial als Sojabohnen besitzen. Auch aus ökologischer Sicht haben die Lupinen deutlich die Nase vorn: Die Hülsenfrucht wächst auf heimischem Boden und alle Produkte, die hierzulande aus Lupinen hergestellt werden, stammen aus ökologischem Anbau.
Was noch so besonders an Lupine ist: Es ist stärkefrei und enthält auch kein Gluten. Somit können auch Menschen mit Glutenunverträglichkeit, Glutensensitivität oder Weizenallergie das Lupinenmehl in ihre Ernährung einbauen.
Allerdings können Lupine trotzdem auch allergische Reaktionen hervorrufen - davor warnt das Bundesinstitut für Risikobewertung. Insbesondere bei Menschen, die bereits an einer Erdnussallergie leiden, können laut Bericht des BfR kreuzallergische Reaktionen auftreten. Grundsätzlich sollten Menschen, die empfindlich auf andere Hülsenfrüchte wie Soja reagieren (was beispielsweise bei einer Histaminintoleranz der Fall ist), auch bei Lupinen zunächst vorsichtig sein und die Verträglichkeit mit kleinen Mengen testen.
Wie man Lupinenmehl verwendet:
Obwohl Lupinenmehl aus Süßlupinensorten hergestellt wird, hat das Süßlupinenmehl kein süßliches Aroma, sondern einen wahrnehmbaren Eigengeschmack. Daher wird es Speisen meist in geringen Mengen beigemischt und in Backwaren nur anteilig verwendet. Trotzdem gibt es viele Einsatzmöglichkeiten für Lupinenmehl. Dazu gehören:
In Proteinshakes eignen sie sich gut um die Eiweißmenge zu erhöhen. Zu empfehlen ist eine Portion von 30 Gramm Lupinenmehl auf circa ein Liter Flüssigkeit.
In Backwaren kann man bis zu 20 Prozent der Gesamtmenge an Mehl durch Lupinenmehl ersetzen. Mehr ist nicht zu empfehlen, da sich ansonsten der Geschmack oder die Konsistenz verändern können.
Zum Abbinden: Statt Stärkemehlen wie Kartoffelmehl kann man auch Lupinenmehl verwenden, um Suppen und Saucen zu binden.
Ei-Ersatz: Vermengen Sie einen Esslöffel des Mehls mit 30 Milliliter Wasser und lassen ihn quellen, um in Rezepten ein Ei zu ersetzen.
Statt Soja: Rezepte, in denen Sojamehl verwendet wird, kann ebenso gut mit Lupinenmehl zubereitet werden.
Anreicherung: Einen Porridge mit etwas Lupinenmehl anreichern. So wird der Brei sämig und proteinreicher.
Auf Grund des hohen Gehaltes an antioxidativ wirkenden Inhaltsstoffen erhöht Lupinen-Mehl die Haltbarkeit der Backwaren. Es verleiht dem Gebäck außerdem eine leichte Gelb-Färbung und einen nussigen Geschmack.
Ich verwende hier auch Hirsemehl. Dies sorgt auch für eine lockere Konsistenz im Teig - mit guten Nährwerten wie Kalium, Magnesium und vor allem Silizium!
Was die Mandeln angeht, wollte ich etwas weniger verwenden. 125 g waren mir dann doch zuviel. Auch wenn Mandeln gesund sind, haben sie aber viele Fett-Kalorien. Und das wollte ich ja mit meinem Kuchen vermeiden. Deswegen nehmen wir nur 35 g. Aber auch deswegen, weil für meine Torte ja insgesamt weniger Zutaten verwendet wird. Von daher passt das Verhältnis mit der kleineren Mengen Mandeln besser. Denn hätte ich hier auch 125 g genommen, dann wäre der Kuchen zu "Mandel-lastig" geworden im Geschmack und in Konsistenz.
Das Reismehl bringt auch etwas Volumen und sorgt für einen neutralen Geschmack.
Zuckermäßig habe ich hier eine 60 zu 40 - Mischung aus Xylit und Zucker verwendet - also 60 % Xylit und 40 % Zucker. Dadurch spart man auch hier Zucker-Kalorien und macht es ein klein wenig gesünder. Ehrlich gesagt weiß ich auch nicht warum einige Leute tatsächlich 500 g Zucker in Ihre Kuchenrezepte hinein geben - selbst dann, wenn sie nicht einen solchen mächtigen Kuchen backen wie hier. Das ist doch übelst viel und süß, und alles andere als gesund für den Körper und der Bauchspeicheldrüse und so weiter. Man sollte sich wirklich angewöhnen mit viel weniger Zucker Kuchen zu backen. Das hat nur Vorteile. :-)
Ok, dann geht es weiter: Für ein wenig mehr Bindung kommt dann noch etwas Hafermehl hinzu.
Zu guter Letzt brauchen wir die Flohsamenschalen - und zwar eine gute Menge von 30 g. Denn Kokosmehl bringt zwar viel Volumen hinein, macht den Teig aber immer krümmeliger, je mehr man dazu gibt. Auch die gemahlenen Mandeln verringern ebenfalls die Bindefähigkeit. Von daher müssen wir mit 30 g Flohsamenschalen dem etwas entgegen treten, denn sonst fällt uns der Kuchen auseinander.
Und weil das Kokosmehl so richtig gut aufgeht - zusammen mit den anderen Zutaten - benötigen wir tatsächlich ganze 1000 ml Wasser! Dadurch können alle Mehle und die Flohsamenschalen genügend Wasser aufnehmen um dann anschließend eine schöne Bindung herzustellen! Der Teig klebt nach einer kurzer Quellzeit von ein paar Minuten anschließend richtig gut zusammen! Und so bekommen wir dann auch die Tortenböden hin, die super zusammen halten!
Sie werden feststellen, dass - wenn sie z.B. nur ca. 700 ml Wasser dazu geben - der Teig so aussieht als wäre da genug Wasser drin. Denn dieser macht dann schon einen etwas weicheren Eindruck. Jedoch aber können die Flohsamenschalen noch nicht richtig aufquellen, da sie noch mehr Wasser benötigen, weil ja das Kokosmehl soviel aufnimmt. Wenn Sie jedoch das restliche Wasser auch noch dazu geben, dann sieht es im ersten Moment so aus, als wäre es schon fast zuviel Wasser. Aber nachdem Sie den Teig etwas umgerührt haben und gewartet haben, können Sie sehen, wie dieser nun richtig gut aufgeht und klebrig wird. SO ist die Konsistenz dann genau richtig!
Was die Fruchtfüllung angeht:
Ja tatsächlich habe ich hier noch 75 g getrocknete Aprikosen verwendet, um damit die Marmelade zu "strecken". Auf diese Weise sparen wir noch einmal etwas mehr Zuckerkalorien für die Marmelade ein. So haben wir viel Aprikosengeschmack, und dafür weniger Marmelade.
Wenn Sie aber wollen, dann können Sie trotzdem nur Marmelade verwenden. Dann brauchen Sie aber auch 350 g großes Glas.
Also gut, hier nun die genau Vorgehensweise - mit Bilder.
Zunächst einmal geben Sie alle trockenen Zutaten nacheinander - so wie in der Liste aufgeführt - in einer Schüssel hinein. Sie rühren aber noch nichts um, sondern geben die Zutaten einfach übereinander in die Schüssel.
Das sieht dann so aus:
Nun verrühren Sie alle trockenen Zutaten gut miteinander!
Geben Sie in einem Messbecher genau 1000 ml Wasser - also 1 Liter!
Nun schütten Sie nach und nach diese 1 Liter Wasser zu den trockenen Zutaten in der Schüssel und rühren alles gut durch. Sie werden feststellen, dass Sie mindestens 500 ml Wasser auf einmal hinein geben können. Denn das Kokosmehl nimmt schnell viel Wasser auf, wodurch der Teig anfangs noch trocken bleiben wird. Geben Sie dann langsam das restliche Wasser dazu. Rühre Sie immer wieder durch. Dann lassen Sie den Teig eine Weile stehen, damit alle Zutaten das Wasser gut aufnehmen und aufquellen können.
Sie werden feststellen, dass der Teig anschließend tatsächlich eine gute leicht feste Konsistenz bekommen wird!
So, und nun müssen wir den Teig in 4 gleich große Teile aufteilen, das wir ja 4 Böden brauchen. Wie weiter oben gesagt: Wenn Sie allerdings doch eine 24er Form haben und auch vorhaben in dieser Form zu backen, dann könnten Sie sich überlegen den Teig in 5 Stücke oder vielleicht auch in 6 Teile aufzuteilen. Aber dann müssen Sie eben auch 5 oder 6 Böden backen. Bei nur einer Form könnte das dann etwas länger dauern. Naja, aber das müssten Sie entscheiden.
Also, zunächst einmal wiegen wir den Teig.
Es sind 1471 g. Geteilt durch "4" ergibt das ca. 367,75 g.
Also teilen wir den Teig nun in 4 Teile - zu je 367 oder 368 g.
So, und nun können Sie den ersten Teig in die Springform geben. Fetten Sie den Rand der Form vorher etwas mit Kokosöl, oder mit etwas veganer Butter (z.B. Alsan) ein. Sie werden feststellen, dass der Teig gut zusammenhält. Vielleicht ist er ein ganz klein wenig zäh (wegen den Flohsamenschalen), aber dafür lässt er sich gut einarbeiten. Wichtig ist, dass Sie den Teig möglichst gleichmäßig in die Springform verteilen, damit sie einen glatten Boden haben. Unebenheiten, die jetzt hier entstehen, bleiben nach dem backen dann auch vorhanden!
Geben Sie den Teig in den Ofen bei 180 Grad und lassen ihn für ca. 25 Minuten backen. So sieht der Teig nun fertig gebacken aus.
Sie müssen jetzt nicht warten bis der Teig komplett ausgekühlt ist, bevor sie ihn heraus holen. Das würde die ganze Prozedur noch weiter verlängern lassen, und ist auch gar nicht nötig. Warten Sie vielleicht 5 bis 8 Minuten. Dann lösen Sie den Rand von der Form, indem Sie mit einem scharfen Messer dort entlang gehen. Aber da Sie die Form ja vorher eingefettet haben, sollte sich der Teig gar nicht großartig fest gehangen haben.
Dann öffnen Sie die Form und heben das Backpapier an und legen den Teig erst einmal auf ein Brettchen, oder auf der Arbeitsplatte, zur Seite, damit dieser nun komplett auskühlen kann.
Jetzt geht es weiter mit den nächsten Teigboden. Entfernen Sie zunächst eventuelle gebackene Teigreste von der Form und schmieren Sie den Rand erneut mit etwas vegenem Fett ein. Dann schließen Sie die Springform wieder - und legen dabei ein weiteres Backpapier dazwischen. Geben sie nun den zweiten Teigklumpen in die Form, streichen alles gleichmäßig glatt und backen diesen Teig auch wieder bei 180 Grad für ca. 25 Minuten..
Anschließend wiederholen Sie diese Prozedur noch 2 weitere Male. Dann sollten Sie 4 gleich große und gleichmäßige Böden haben.
Nun, man könnte jetzt denken, dass man den Teig doch als Ganzes backen kann und dann einfach 3 mal quer durchschneiden könnte. Ja.. da ist aber nicht so einfach. Tatsächlich habe ich das auch erst genauso versucht, aber habe es geschafft nur 3 Böden hinzugekommen, bzw.. den Teig nur 2 mal durchgeschnitten. Und dabei ist mir der mittlere Teig etwas kaputt gegangen. Also, es ist wirklich besser und wesentlich einfacher die Böden einzeln zu backen - so wie ich es hier vorgestellt habe. Vor allem bekommt man die Böden dann auch wirklich schön gleichmäßig und gleich groß hin, ohne dabei kaputt zu gehen. Im Gegenteil, die Teigböden halten schöen fest zusammen. Trotzdem ist der Teig angenehm locker und leicht zu essen. Also, machen Sie es lieber so, wie hier beschrieben. Was anderes wäre es, wenn wir nur 2 Böden bräuchten. Dann wäre das kein Problem den Teig durchzuschneiden. Aber bei 4 Böden muss man schon sehr genau arbeiten.
Gut, bevor wir aber nun den Kuchen zusammen setzen, bereiten wir jetzt die Aprikosenfüllung vor. Wie schon weiter oben gesagt, verwende ich hierbei zusätzlich getrocknete Aprikosen, um nicht soviel Marmelade verwenden zu müssen.
Dazu nehmen Sie jetzt die 75 g getrocknete Aprikosen, geben diese in ein kleines Schüsselchen und übergießen diese mit 150 ml heißes Wasser. Dadurch können die Aprikosen schneller weich werden.
Lassen Sie diese ca. 10 Minuten stehen, oder solange bis das Wasser nur noch warm ist.
Anschließend geben Sie alles in einem guten Mixer und pürieren die Aprikosen mit dem Wasser zu einem dickflüssigen Brei. Geben Sie nun 100 g Aprikosenmarmelade hinzu und rühren alles gut durch. So sollte es dann aussehen:
Da wir diese Aprikosenmasse auf 3 Böden verteilen müssen, teilen wir diese besser auch in 3 gleich große Mengen auf. Insgesamt ergibt dies eine Menge von 325 g. Nehmen Sie also nun 2 mal ca. 108 g weg und geben diese in zwei andere Schüsselchens. Somit ist gewährleistet, dass Sie nicht versehentlich auf einem Boden zuviel Marmelade geben und dann für den dritten Boden kaum noch was übrig bleibt.
Ok.. aber jetzt kann es endlich losgehen! Setzen wir den Kuchen nun zusammen!
Nehmen Sie ein Kuchenteller und legen ein Boden auf diesen drauf. Verteilen Sie die ersten 108 g Aprikosenmarmelade schön gleichmäßig auf diesen Boden.
Jetzt legen Sie den zweiten Boden dort drauf.
Und nun streichen Sie den zweiten Teil der Aprikosenmarmelade (ca. 108 g) auf genau diesen zweiten Boden.
Dann legen Sie darauf den dritten Boden.
Und darauf streichen Sie nun den dritten und letzten Teil der Aprikosenmarmelade-Mischung.
Ich weiß nicht wieso, aber irgendwie habe ich vergessen davon auch ein Bild zu machen. Aber naja, Sie wissen ja wie es geht. :-)
Anschließend legen Sie den vierten und letzten Boden ganz oben drauf. Auch davon habe ich jetzt kein Bild gemacht. Aber auch das ist jetzt nicht wirklich nötig. :-)
So denn. Dann können Sie ja nun den Guss zubereiten. Dazu mixen Sie einfach den Zucker und das Xylit in einem Mixer fein. Natürlich können sie auch fertigen Puderzucker verwenden. Jedenfalls geben sie dann noch das Kokosmehl hinzu und verrühren alles gut miteinander. Nun geben Sie die 10 ml Zitronensaft dazu und rühren alles gut um. Diese Zuckermasse können Sie dann ganz oben auf den letzten Boden verstreichen. Von der Menge her habe ich so viel gewählt, dass es genau reicht um den oberen Teig des Kuchen komplett abzudecken.. Soll heissen: Es ist nicht so viel Zuckerguss, dass am Rande des Kuchens etwas herunter fließen kann - so wie in dem Video von "Einfache Rezepte" zu sehen. Wenn Sie also wollen, dass es hier genauso aussehen soll, dann müssen Sie ein wenig mehr Zuckerguss herstellen. Das Kokosmehl in dem Guss sorgt dafür, dass der Guss die Konsistenz hält und nicht zerfließen kann.
So sollte der fertige Kuchen dann aussehen:
Wie der Kuchen dann von Innen, bzw. angeschnitten, aussieht, das können Sie ja oben im Bild bei der Zutatenliste sehen.
Sie sehen also, auch von der Optik sieht der Kuchen relativ ähnlich aus wie der im Youtube-Video. Dieser ist zwar um 2 "Etagen" kleiner, aber dafür im Durchmesser etwas größer.
So denn.. dann rechnen wir doch mal die Kalorien von meinem Kuchen aus. Mal sehen, wieviel weniger Kalorien mein Rezept hat. :-)
Traditionelles Rezepte VS Meine Version - die Kalorien!
Teigboden::
80 g Kokosmehl
Je nach Hersteller schwanken die Kalorien. 100 g haben zwischen meistens zwischen 320 und 380 Kalorien. Mein Kokosmehl hat 320 kcal pro 100 g. Also ergeben 80 g Kokosmehl 256 kcal.
50 g Lupinenmehl
100 g Lupinenmehl haben ca. 348 kcal. Die Hälfte davon sind dann 174 kcal.
150 g gemahlenen Hirseflocken
Diese haben pro 100 g um die 363 kcal. 150 g ergeben somit 544,5 kcal.
35 g gemahlene Mandeln.
Auch hier schwanken die Kalorien. Je nachdem können Mandeln zwischen 590 kcal und 620 kcal haben. Rechnen wir mit einem ungefähren Durchschnitt von 600 kcal. Somit ergeben diese Menge Mandeln ca. 210 kcal.
50 g Reismehl
100 g Reismehl haben ca. 348 kcal. Die Hälfte davon hat dann 174 kcal.
45 g Xylit/Zucker
Ich habe hier eine Mischung aus beiden genommen. 60 Prozent sind Xylit und 40 Prozent sind Zucker. Also sind 27 g davon Xylit, und die restichen 18 g sind Zucker. Xylit hat pro 100 g ca. 240 kcal, und Zucker 410 kcal. 27 g Xylit ergeben dann also 64,8 kcal, und 18 g Zucker ergeben 73,8 kcal. Beides zusammen ergibt insgesamt 138,6 kcal
35 g Haferflocken, gemahlen
Haferflocken haben pro 100 g 372 kcal. Somit erhalten wir 130,2 kcal.
30 g Flohsamenschalen
Ja, auch diese haben etwas Kalorien. Auch hier schwanken die Angaben je nach Hersteller etwas. Meine Flohsamenschalen haben 222 kcal pro 100 g. Somit haben wir hier 66,6 kcal.
Die Aprikosenfüllung :
100 g Aprikosenmarmelade:
Diese von mir verwendete Marmelade (welches übrigens die gleiche wie im Video ist) hat pro 100 g 187 kcal.
75 g getrocknete Aprikosen
Diese haben 280 kcal pro 100 g. Somit kommen wir hier auf 210 kcal.
Für den Zuckerguss:
25 g Zucker, gemahlen
Auch hier sind es wieder 410 kcal pro 100 g. Also haben wir nur 102,5 kcal.
25 g Xylit, gemahlen
Xylit hat wieder 240 kcal. Somit haben wir nur 60 kcal.
10 ml Zitronensaft
Naja, ich denke das können wir lassen. Die keine Menge unter 5 kcal können wir hier vernachlässigen.
Soo...
.. dann rechnen wir mal die Werte, die ich hier unterstrichen habe, zusammen! :-)
Sie sehen also: Selbst wenn Sie 4 Stücke von meinem Kuchen gegessen haben, dann haben Sie immer noch WENiGER Kalorien zu sich genommen, wenn Sie EIN Stück von dem anderen Kuchen gegessen haben. :-)
Genau genommen sind das 234,64 kcal WENIGER!
Wenn Sie 3/4 von einem Stück Kuchen von dem Traditionellen Rezept gegessen haben, dann haben Sie 739,33 kcal zu sich genommen. Und das hauptsächlich durch Fett Kalorien - aber zusätzlich auch noch viel Zucker-Kalorien.
Fast die gleiche Menge - eben nur 12 kcal mehr - haben Sie gegessen, wenn Sie 4 Stücke von mein Kuchen gegessen haben - was aber drastisch weniger Fett-Kalorien sind, dafür mehr Ballaststoffreiche Kohlenhydrat-Kalorien!
Das ist schon ein gewaltiger Unterschied, oder?
Wenn Sie 2/3 von einem Stück Kuchen von dem Traditionellen Rezept gegessen haben (657,18 kcal), dann haben Sie gerade mal 93,95 kcal weniger Kalorien zu sich genommen als wenn Sie 4 Stücke von mein Kuchen gegessen haben, jedoch sind es 93,83 kcal MEHR als wenn Sie 3 Stücke von mein Kuchen gegessen haben.
Joa. :-)
Mein Kuchen ist also drastisch kalorienreduziert! Diesen könnten Sie sogar alleine in 3 Tagen aufgegessen kriegen, wenn Sie jeden Tag 4 Stücke essen würden. Klar, dafür müsste dann eine andere Mahlzeit etwas weniger sein, oder wegfallen, aber: Es ist möglich!
Es lohnt sich also, nicht immer alles so zuzubereiten wie es Traditionell gemacht worden ist.
Aber bitte, nicht falsch verstehen. Das Rezept aus dem Video ist ja bestimmt auch lecker und gut zubereitet. Aber leider ist es nun mal eine Tatsache, dass dieses Rezept extrem mächtig und schwer zu essen sein wird.
Aber naja. Dann muss man halt nur genug Leute einladen, schneidet den Kuchen dann in 24 Teile und dann kann jeder 1 Stück essen. :-)
Ja, es macht also Sinn sich mit der Ernährung auseinander zu setzten und auch mal zu verstehen was es mit den Kohlenhydraten und Fetten, und auch den Eiweißen, auf sich hat und wie sich ernährungsphysiologisch alles miteinander verhält. Dann kann man nämlich Kuchen backen, der zwar trotzdem super aussieht, lecker schmeckt, aber dennoch gesundheitlich recht ok ist, und man davon auch nicht großartig zunimmt - obwohl man 3 oder 4 Stücke gegessen hat!
In diesem Sinne...
.. denken Sie mal darüber nach. Vielleicht finden Sie das ja auch spannend, und wollen auch mal auf eine andere Art Kuchen backen.
Guten Appetit, lassen Sie es sich schmecken - egal welchen Kuchen Sie jetzt auch immer backen wollen. :-)
Herzlichst,
Sascha Markantelli
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