Und nein, ich meine nicht "Schoko-Eier", sondern sowas wie gefärbte und gekochte Hühnereier - nur eben vegan!
Und das sogar auch mit Protein-Anteil. Und das wirklich als ganzes Ei - in weißer Farbe mit Eigelb drin!
Diese Eier kann man dann mit veganer Lebensmittelfarbe bemalen, Wenn man will, kann man sie aber auch weiß lassen.
Und das beste ist, es ist total einfach und geht sogar sehr schnell!
Es gibt im Internet einige Blog von Veganer oder Veganerinnen, die das auch mal versucht haben. Nur meisten machen die daraus dann was "süßes" - in dem sie Trockenfrüchte oder was anders verwenden, was süß ist.
Aber es geht auch anders. Man bekommt es auch so hin, das es nicht zu einer Süßigkeit wird - und das mit ganz einfachen Zutaten.
Was es allerdings auch gibt sind vegane "hart gekochte halbe Eier". Also so eine Eier-Platte. Man macht also halbe Eier, mit Eigelb drin und dann mit Mayonnaise drauf. Und das ist sogar ganz einfach. Man nimmt Sojajoghurt mit Sojamilch, kocht diese mit Agar Agar auf, gibt diese Flüssigkeit in Eier-Formen (aus Silikon z.B.) und lässt diese Masse dann fest werden. Dann sticht man mit einem Löffel auf der dickeren Seite ein kleines Loch aus für das Eigelb. Das Eigelb kann man herstellen, indem man z.B. etwas Kichererbsenmehl mit etwas Wasser und Kurkurma aufkocht dann Kala Namak Salz (Schwefelsalz) hinzufügt und dann etwas von dieser Masse in diesen Löchlein gibt. Fertig sind die "halb gekochten Eier". Das habe ich auch schon mal gemacht.
Und genauso ähnlich macht man nun auch die ganze Eier - mit Eigelb drin!
Doch ein wenig anders muss man schon vorgehen, damit das Ei auch stabil wird.
Tja.. und wie geht das nun?
Ok, ich verrate es Ihnen. :-)
Folgende Zutaten werden benötigt.
Zutaten für 3 Eier
Eiweiß
15 g Schär Universal Mehl
1,5 bis 2 g veganes Geliermittel
20 g Kokosmehl
100 ml Wasser
Prise Salz
Eigelbe
8 g Lupinenmehl
2 g Kokosmehl
0,3 g Guarkernmehl (kleine Prise)
15 ml Wasser
Prise Kala Namak Salz (Schwefelsalz)
Zubereitung:
Am besten fangen wir damit an, die Eigelbe fertig zu machen. Denn diese müssen in die Eiweiß-Masse hineingedrückt werden, bevor alles richtig erkalte und fest geworden ist. Dazu mischen Sie einfach alle Zutaten zusammen. Lupinenmehl kann ja auch roh gegessen werden, da die Samen ja vor dem Mahlen verarbeitet worden sind. Ich hatte in einem anderen Artikel mal was zu Lupinenmehl geschrieben. Aber auch hier können Sie sich über Lupinenmehl und die Herstellung informieren.
Wenn die Masse fest ist, teilen Sie diese in 3 gleich große Stücke auf (abwiegen! ca. 8 g pro Eigelb) und formen Sie diese zu Kügelchen.
Legen Sie diese solange zur Seite.
Nun werden wir die Eiweiß-Masse herstellen. Als erstes geben Sie 100 ml Wasser in einem Topf. Mit einem Schneebesen rühren Sie das Universalmehl von Schär und das vegane Geliermittel und eine Prise Salz ein. Dann lassen Sie alles kurz aufkochen. Und ganz wichtig an dieser Stelle: Verwenden Sie wirklich das Universalmehl von Schär und nicht das "Kuchen und Kekse"-Mehl, denn das Kuchen-Mehl hat andere Zutaten, die dann eine andere Konsistenz hervorbringen. Sie brauchen aber die Zutaten aus dem Universalmehl.
Gut, sobald die Masse andickt, rühren Sie diese kräftig mit den Schneebesen um. Dann geben Sie diese in ein kleines Schälchen rein und lassen diese Masse ungefähr auf die Hälfte abkühlen. In der Zwischenzeit können Sie ja den Topf sauber machen. :-)
Nun geben Sie die 20 g Kokosmehl zu der Eiweiß-Masse und rühren diese wieder kräftig um. Lassen Sie diese Masse nun einen Moment lang quellen. Dann teilen Sie auch diese in 3 gleiche Teile auf (abwiegen - ca. 30 g pro Ei).
Nehmen Sie ein Teil dieser Masse und ein Eigelb. Drücken Sie das Eigelb in die Masse rein, oder umgekehrt: Umranden Sie die Eiweiß-Masse um das Kügelchen Eigelb. Dann rollen Sie alles zusammen, sodass das Eigelb vollständig in der Masse verschlossen ist. An dieser Stelle könnten Sie Ihre Hände mit etwas Wasser leicht bewässern und das Ei nochmals durch Ihre Hände rollen. Warum? Nun, falls das Kokosmehl noch etwas zu trocken sein sollte, geben Sie so nochmals etwas Feuchtigkeit hinzu. Denn: zu trockenes Kokosmehl zu essen kommt nicht so gut. Denn Kokosmehl nimmt viel Feuchtigkeit auf und quillt dann gut auf. Wenn Sie z.B. ein TL trockenes Kokosmehl im Mund nehmen würden, dann merken Sie richtig wie es im Mund die Feuchtigkeit raus zieht und aufquillt, und Sie Probleme kriegen werden dieses Mehl zu schlucken. Es wird Ihnen regelrecht im Halse stecken bleiben. .-)
Aber was das vegane Ei angeht, wird es so schon ganz gut. Die Stärke und die anderen Verdickungsmittel in dem Mehl sorgen dann dafür, dass - nach dem Abkühlen- alles schön zusammenhält.
Ich habe mir mal ein solches Set mit diesen Fläschchen gekauft. Da sind auch vegane Varianten dabei.
Wenn Sie auch sowas haben, dann gehen Sie wie folgt vor. Auf ein kleines Tellerchen geben Sie ein Tropfen Farbe Ihrer Wahl drauf. Machen Sie nun Ihren Zeigefinger nass und tippen Sie nun auf den Tropfen Farbe. Mit der Farbe auf ihren Finger, reiben Sie das Ei ein. Eventuell müssen Sie den Vorgang noch ein 2. oder 3. mal wiederholen. Und das war's auch schon. Fertig ist Ihr veganes bunten Oster-"Ei". :-)
Färben Sie nun die Eier wie Sie lustig sind. :-)
Doch wie sieht es aus, wenn Sie Naturfarben verwenden wollen - wie z.B. Rote Bete-Saft, oder Kurkurma (in Wasser gelöst), oder grünes Algenpulver, oder was auch immer?
Nun, ich habe es zwar noch nicht ausprobiert, aber es sollte auch so funktionieren, dass Sie ein wenig dieser Flüssigkeit nehmen und an das Ei reiben. Bei dem Algenpulver kann ich mir das gut vorstellen, dass es sehr gut funktionieren sollte - vor allem wenn Sie Spirulina oder Chlorella verwenden. Mit Kurkurma und Rote Bete dürfte es aber ebenfalls klappen. Probieren Sie es aus!
So denn! Da haben wir es nun- Ganz einfach, selbst gemacht vegane Ostereier. :-)
Falls Sie jetzt aber denken sollten: "Kokosmehl? - wird das Ei dadurch nicht eher zu mehlig im Geschmack?"
Die Antwort ist: jein. Also dadurch, dass man nicht so viel nimmt und auch die anderen Zutaten dabei sind, hält sich das in Grenzen. Es geht so eigentlich ganz gut. Ich habe diese vegane Ei-Herstellung vor 1 oder 2 Jahre schon mal ausprobiert, habe dann aber mit Proteinpulver gearbeitet, mit Stärke, Agar Agar, Reismehl, und mehr Guarkernmehl... aber irgendwie war ich nicht so recht zufrieden damit. Zuviel Guarkernmehl macht das Ei eher zu glitschig. Und mit der Stärke klappt das auch nicht so besonders, dass es richtig fest wird. Da läuft das Ei Gefahr auseinander zu fallen. Und Proteinpulver kann nur zusätzlich dabei getan werden, nicht aber alleine. Bloß brauchen Sie dann ein veganes Proteinpulver,welches wirklich weiß in der Farbe ist. Das "Natur-Pulver" was ich habe, ist eher leicht gelb statt weiß. Somit werden die Eier damit dunkler. Außerdem quillt Proteinpulver nicht so wirklich auf und festigt das Ganze auch nicht. Naja, es sei denn, Sie erhöhen die Menge nach oben hin.. Dann aber haben Sie kein veganes "Ei" mehr, sondern eine Protein-Bombe.
Also, nach einiger Herumprobiererei bin ich auf dieses Ergebnis gekommen und muss sagen: So, wie ich es hier beschrieben habe, funktioniert es am allerbesten und gleichzeitig ist es so auch am einfachsten von allen! Also warum dann nicht? Die Konsistenz ist ok, der Geschmack mach. Etwas Proteinreich ist es auch; nur wenig an Kohlenhydrate, und auch ein klein wenig gesundes Fett ist mit dabei. Und da Lupinenmehl auch alle 8 Aminosäuren enthält, ist die Nährwertverteilung sogar insgesamt relativ ok..
Hier mal die genaue Auflistung der Nährwerte. Wobei man sagen muss, dass - je nach Hersteller von Lupinenmehl und Kokosmehl - die Nährwerte dieser Mehle etwas unterschiedlich sind. Von daher habe ich mir einen ungefähren Durchschnittswerte ausgerechnet
Nährwerte für alle 3 Eier insgesamt
Energie: 151,13 kcal
Fett: 3,43 g
Kohlenhydrate: 16,12 g
Ballaststoffe: 10,56 g
Eiweiss: 7,99 g
Daraus ergibt sich die Nährwerte pro 1 Ei:
Energie: 50,38 kcal
Fett: 1,14 g
Kohlenhydrate: 5,38 g
Ballaststoffe: 3,52 g
Eiweiß: 2,66 g
Joa, das geht eigentlich.
Ja, ich weiß, ein echtes Ei hat etwas andere Nährwerte. Beispielsweise ist der Kohlenhydrat-Anteil weniger als 1 g, die Proteine liegen bei ungefähr 6 bis 8 g und auch der Fettgehalt ist etwas anders. ABER: Darum geht es mir ja eigentlich gar nicht!
Die Idee dieses veganes Osterei ist ja nicht ein echtes Ei in allen Blickwinkeln eins zu eins perfekt nachzubilden. Nein. Die Idee war, für Ostern ein buntes Osterei so hinzubekommen, dass es auch so ist wie ein echtes Ei - und zwar in der Hinsicht, dass es ein ganzes Ei ist (und nicht nur ein halbes, wie ganz am Anfang genannt), mit Eigelb drin, weiß ist, und bunt angemalt werden kann. Es sollte also nur so aussehen wie ein echtes buntes Osterei. Dennoch aber ist ja auch klar, dass es trotzdem schmecken soll, eine einigermaßen gute Konsistenz hat und Nährwert-technisch jetzt nicht komplett in eine irrsinnige Richtung geht. Also es sollte dennoch auch Proteine enthalten und eben nicht nur aus Kohlenhydrat bestehen. ABER es muss ja nicht exakt die selben Nährwerte aufweisen wie ein echtes Ei. Das war nicht mein Anspruch.
Aber warum macht ein Veganer denn trotzdem sowas?
Naja, einfach nur aus Spaß - eben weil es geht! Essen darf auch mal Spaß machen, oder? Einfach mal etwas kreieren, aber dennoch mit gescheiten Zutaten, und essbare Nährwerten. :-)
Ja, als Veganer darf man sowas auch machen. Warum auch nicht? Es geht mir ja nicht darum, dass ich unbedingt diesen echten Ei-Geschmack haben will. Nein. Es geht mir nur darum, ein schönes veganes Osterei zu kreieren - einfach nur weil es doch geht.
Ja, vegane Ostern mit "Eier" ist auch möglich - ohne das man dafür für Tierausbeutung zahlt.
Ich mein, es gibt ja auch vegane Schoko-Osterhasen und vegane Schoko-Eier. Also darf ich dann ja auch solche vegane Ostereier machen, oder? :-)
Also denn. Viel Spaß damit und guten Hunger! :-)
Herzlichst,
Sascha Markantelli
Hinweis zur Kommentarfunktion:
Sie können auch posten ohne eine E-Mail-Adresse anzugeben. Allerdings können Sie dann bestimmte Funktionen - wie z.B. Benachrichtigung bei Antwort, etc. , natürlich nicht nutzen.
Außerdem müssen Sie mit einem Kreuz in dem Kästchen bestätigen, dass Sie die "allgemeine Geschäftsbedingungen" und die "Datenschutzerklärung" zustimmen.
Die Angabe ob Sie per E-Mail benachrichtigt werden wollen, wenn ein neuer Kommentar gepostet wird, ist freiwillig. Voreinstellung ist "keine Benachrichtigung".
Freiwillig ist auch das "Merken der Formular-Eingaben". Voreinstellung ist "nein".
These terms and conditions contain rules about posting comments. By submitting a comment, you are declaring that you agree with these rules:
Although the administrator will attempt to moderate comments, it is impossible for every comment to have been moderated at any given time.
You acknowledge that all comments express the views and opinions of the original author and not those of the administrator.
You agree not to post any material which is knowingly false, obscene, hateful, threatening, harassing or invasive of a person's privacy.
The administrator has the right to edit, move or remove any comment for any reason and without notice.
Failure to comply with these rules may result in being banned from submitting further comments.
These terms and conditions are subject to change at any time and without notice.
{"commentics_url":"\/\/sascha-markantelli.de\/comments\/","page_id":519,"enabled_country":false,"country_id":0,"enabled_state":false,"state_id":0,"enabled_upload":false,"maximum_upload_amount":3,"maximum_upload_size":5,"maximum_upload_total":5,"captcha":false,"captcha_url":"","cmtx_wait_for_comment":"cmtx_wait_for_comment","lang_error_file_num":"A maximum of %d files are allowed to be uploaded","lang_error_file_size":"Please upload files no bigger than %.1f MB in size","lang_error_file_total":"The total size of all files must be less than %.1f MB","lang_error_file_type":"Only image file types are allowed to be uploaded","lang_text_loading":"Loading ..","lang_placeholder_country":"Country","lang_placeholder_state":"State","lang_text_country_first":"Please select a country first","lang_button_submit":"Kommentar abschicken","lang_button_preview":"Vorschau","lang_button_remove":"Remove","lang_button_processing":"Bitte warten..."}
Comments